Kommunikationsberatung

Social-Media-Hype 2021 – Clubhouse, ein erster Eindruck

Der heiße Scheiß über den gerade alle reden – was ist dran – wir haben uns für euch CLUBHOUSE genauer angeschaut.

25. Januar 2021

Seit gut einer Woche gibt es im Netz nur noch Clubhouse. Früher haben Clubs die Nächte zum Tag gemacht, doch durch COVID verblasst der Begriff schon fast in den Köpfen. Das „House“ hingegen ist allgegenwärtig. Durch Lockdown und Ausgangsperren befinden wir uns dort häufiger, als in anderen Umgebungen. Bei Clubhouse handelt es sich um eine neue audiobasierte Social-Media-App. Mitmachen darf nur jener, der eine Einladung von einem bereits angemeldeten Clubber bekommt, selbst hat man dann zwei exklusive Einladungen, die verschickt werden können. Diese exklusiven Einladungen sind auf eBay schon bis zu 250€ wert.

Der Austausch in der App findet in Räumen statt. Jeder Nutzer kann private oder auch öffentliche Räume eröffnen und anderen Räumen beitreten. In den Räumen selbst gibt es drei verschiedene Rollen: Moderator, Sprecher und Zuhörer. Die Rollen bestimmen darüber wer etwas zum Talk beitragen kann und wer nicht. Die „Hand heben“-Funktion erinnert ein wenig an das gute alte Klassenzimmer. Nur wer sich ordentlich meldet, wird aufgerufen und darf etwas beitragen.

Erstes Fazit:

Die App baut auf dem bekannten und sehr erfolgreichen Prinzip der Podcasts und der altbewährten Radiosendungen auf, gibt aber allen Teilnehmern die Möglichkeit des interaktiven und direkten Austauschs und Wissenstransfers mit der Community. Das macht das Ganze ziemlich spannend, aber auch zeitraubend. Neben lustigem, charmantem oder einfach unnötigem Small Talk, findet man auf Clubhouse interessante Speaker zu den Themen die dich interessieren – vom trivialen Trash TV Talk bis hin zu tiefgründigen Diskussionen über das Sein. Man trifft Influencer und junge Medienschaffende, aber auch Urgesteine der Medienbranche, wie Thomas Gottschalk, der als Radiomoderator faktisch aus dem Metier stammt. Die Mischung aus den jungen Wilden und erfahreneren Nutzern bringt einen neuen Schwung mit sich und entwickelt eine gute Dynamik. Es tauschen sich Charaktere aus, die womöglich im realen Leben keine großen Überschneidungspunkte haben. Auf der einen Seite unterhalten sich beispielsweise Sascha Lobo und Thomas Gottschalk. Auf der anderen Seite referiert Eric Weinstein über die Gauge Theory. Ihr seht, die Bandbreite der Talks ist breit gefächert.

Nach den ersten Einschätzungen von verschiendenen Clubbern ist Clubhouse primär eine hilfreiche App für Communitybuilding. Man kann einen Einblick hinter die Kulissen gewähren, verschiedenste Gedanken miteinander austauschen, Hilfe in sämtlichen Bereichen anbieten, einfache, triviale Unterhaltungen führen und natürlich vernetzen, vernetzen, vernetzen…

Wie sich diese Plattform in Zukunft entwickelt, bleibt weiterhin spannend. In den letzten Tagen hat es die App zumindest geschafft, den Social-Media-Konsum anderer Apps zu reduzieren (!Achtung! Suchtfaktor). Wie werden die Social-Media-Giganten darauf reagieren?

Eine interessante Frage ist auch, ob diese App durch den Club (Berghain)-Effekt gehyped wird oder ob sie auch noch existieren kann, wenn sie für Jedermann zugänglich ist.

Bitte beachten: Das Thema Datenschutz wird hier mal außen vorgelassen, das würde den Rahmen des Beitrags sprengen.

Hanna Kowatschitsch

Social Media Managerin

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